Im Sommer 2019 starten wir mit unserem ersten Großpudel-Wurf in die Zucht.

Warum Pudel?

Ich bin mit Pudeln aufgewachsen. Mein Vater züchtete Zwerg- und Kleinpudel in braun und schwarz. Lange Jahre verlor ich die Rasse aus den Augen. Als Hundetrainerin lernte ich in der Ausbildung und den 10 Jahren praktischer Arbeit sehr viele Hunde verschiedenster Rassen und Mixe kennen. Pudel waren selten dabei. Ich lernte viele Familien kennen, in denen Hunde verschiedenster Rassen oder auch Mixe als Welpe einzogen. In dieser Zeit dachte ich sehr viel darüber nach, worin für mich der Sinn einer eigenen Zucht liegen kann.

Ich möchte Hunde züchten, die vielseitig sind. Die sich gut in eine Familie einfügen, aber auch die Motivation und Intelligenz mitbringen, einen Job zu machen. Die ihren Anlagen entsprechend auch von Nichtjäger*innen gut ausgelastet werden können. Die körperlich gesund und belastbar sind. Die sich im Wald, am Strand und in der Stadt zu Hause fühlen können. Als das vereint sich für mich in der Rasse Pudel.

Der Rassestandard kann hier nochmal nachgelesen werden: http://www.fci.be/de/nomenclature/PUDEL-172.html

Farben sind natürlich Geschmackssache. In der Pudelzucht spielen sie eine große Rolle. Das Zuchtziel entsprechender Farbschläge erfordert manchmal einen langen Atem und gerade die Neufarben (schwarz-lohfarben und schwarz-weiß gescheckt) sind in Deutschland bei den Großpudeln noch auf wenige Züchter beschränkt. Mir persönlich gefallen Großpudel in fawn und schwarz-loh sehr gut, so dass die Wahl des Zuchtziels in diesem Bereich von vornherein klar war.

Das Wesen des Pudels ist natürlich genauso individuell wie bei jeder anderen Rasse auch. Dennoch gibt es schon rassebedingt bestimmte Anlagen, die auch in der Zucht weiter gefördert werden können. Mein Ziel ist es, so zu züchten, dass die Welpen, die meine Zuchtstätte verlassen, psychisch gesund und belastbar sind. In der heutigen Zeit wird Hunden, die ihre Menschen im Alltag begleiten, vieles abverlangt. Noch mehr müssen sie leisten, wenn sie einen Job übernehmen, zum Beispiel als Therapiehund, Assistenzhund, Schulhund oder Mantrailer. Im Zusammenspiel zwischen Genetik und optimaler Aufzucht möchte ich die Grundlage für wesensfeste Pudel schaffen. Inwiefern Verhalten weitervererbt wird, ist nicht abschließend erforscht. Dazu werde ich noch einen eigenen Beitrag machen. Nur soviel: ein Pudel wird nicht als Terrier geboren – und das ist auch gut so ;-).

*p.s. nichts gegen Terrier 😉